Wir sehen in Gärten rund um Graz immer wieder dieselben sechs Fehler. Die gute Nachricht: Alle sind leicht zu vermeiden.
1. Oben breiter als unten
Der häufigste Fehler überhaupt. Eine oben breite Hecke beschattet sich selbst, der untere Teil bekommt kein Licht und verkahlt. Immer leicht trapezförmig schneiden.
2. Ins alte Holz schneiden
Bei Thujen, Zypressen und vielen Nadelgehölzen fatal: Aus braunem, altem Holz treibt nichts mehr nach. Die Lücke bleibt dauerhaft. Bleiben Sie im grünen Bereich.
3. In der prallen Sonne schneiden
Frische Schnittstellen trocknen bei Mittagshitze aus und werden braun. Schneiden Sie an bewölkten Tagen oder in den Morgenstunden.
4. Stumpfe Werkzeuge
Eine stumpfe Schere quetscht die Triebe, statt sie zu schneiden. Die Wunden verheilen schlecht und sind Eintrittstor für Pilze. Scharfe, saubere Klingen sind kein Luxus.
5. Brutzeit ignorieren
Starke Rückschnitte im Frühjahr und Frühsommer treffen brütende Vögel. Das ist nicht nur ein ökologisches, sondern auch ein rechtliches Thema.
6. Zu lange warten
Wer jahrelang gar nicht schneidet, braucht irgendwann einen Radikalschnitt – und der gelingt nicht bei jeder Art. Regelmäßigkeit ist einfacher als Rettung.
Kurz gesagt
Trapezform, scharfes Werkzeug, richtiger Zeitpunkt. Wenn die Hecke schon aus der Form ist, schauen wir sie uns kostenlos an.