Die Frage kommt jeden Winter: Streusalz oder nicht? Die ehrliche Antwort lautet, dass es auf die Fläche ankommt – und darauf, was daneben wächst.
Auftausalz
Wirkt schnell und zuverlässig und taut vorhandenes Eis tatsächlich auf. Der Preis dafür: Es schädigt Pflanzen entlang der Fläche, greift Beton und Pflasterfugen an und belastet den Boden. Wer im Frühjahr braune Thujen entlang der Einfahrt sieht, hat im Winter meist zu viel gesalzen. Wichtig: Viele Gemeinden schränken Salz auf bestimmten Flächen ein oder untersagen es – ein Blick in die örtliche Verordnung lohnt sich.
Splitt und Sand
Tauen nichts auf, sorgen aber sofort für Griffigkeit. Pflanzenverträglich und auch auf empfindlichen Belägen unproblematisch. Nachteil: Bei Neuschnee muss nachgestreut werden, und im Frühjahr fällt Kehrarbeit an.
Granulate
Liegen dazwischen: abstumpfend wie Splitt, aber feiner und leichter zu verteilen. Für Gehwege in Wohnanlagen oft ein guter Kompromiss.
Unsere Faustregel
- Gehwege neben Grünflächen und Hecken: abstumpfend streuen, kein Salz.
- Steile Einfahrten und Stiegen bei Eisregen: punktuell Salz, sparsam dosiert.
- Tiefgaragenabfahrten und Betonflächen: möglichst salzfrei, sonst leidet die Substanz.
- Immer erst räumen, dann streuen – Streumittel auf Schnee bringt kaum etwas.
Kurz gesagt
Nicht pauschal salzen. Wir stimmen das Streumittel auf Ihre Flächen ab und dokumentieren jeden Einsatz.